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Wieder waren einige sehr ereignisreiche Tage vorbei. Nach
unserem recht anstrengenden Mekong - Ausflug verbrachten wir
zwei ruhige Strandtage in unserem Hotel. Von einem Reiseleiter
war immer noch nichts zu hören oder zu sehen gewesen,
so dass unser Weg wieder in das Café führte, in
dem wir die erste Tour gebucht hatten. Es kostete mehr als
zwei Stunden und viele Telefonate und letztlich 325 $, eine
3-Tage-Tour nach Hoi An und Hue zu ordern, aber das sind auch
mindestens 800 km je Strecke.
Start war Montag, den 28.07.03 um 05:00 Uhr morgens. Überraschend
kam ein anderer Fahrer mit einem anderen Auto. Der Sonnenaufgang
über den Reisfeldern war phänomenal, aber angesichts
der langen Fahrt wollte ich nicht zum Filmen anhalten lassen.
Außerdem sprach dieser Fahrer keine Silbe Englisch.
Wir waren sehr erstaunt, dass so früh schon so geschäftiges
Treiben in den Ortschaften herrschte, aber wahrscheinlich
werden hier die kühleren Morgenstunden genutzt, damit
man in der heißen Mittagshitze ausruhen kann. Nach drei
Stunden Fahrzeit stoppte der Fahrer bei einem ländlichen
Restaurant vor Na Thrang zum Frühstück.
Nach kurzer Rast ging es weiter an herrlichen Küsten-
und Strandlandschaften vorbei, aber für Fotostopps war
keine Zeit. Der Fahrer fuhr sehr umsichtig und so zügig,
wie die zum Teil sehr schlechten Straßenverhältnisse
es erlaubten. Immer wieder hielten uns Baustellen und Ersatzbrücken
auf, denn die Nationalstraße Nr. 1 ist sehr stark frequentiert
und wird offensichtlich ständig repariert, erweitert
oder anderweitig verbessert ohne die Möglichkeit einer
Umleitung. Wieder verwunderten uns die einfallsreichen Möglichkeiten,
Mopeds zum Transport sperriger Güter zu benutzen. Diesmal
fiel besonders ein großer Vitrinenschrank auf, unter
dem der Mopedfahrer nicht mehr zu sehen war, weiterhin eine
große Ladung Ziegelsteine in Taschen und Säcken
und von der gesamten Familie festgehalten, auch ein großes
Sofa, quer verzurrt, war mit beachtlicher Geschwindigkeit
auf zwei Rädern unterwegs.
In der Ebene nach dem ersten größeren Bergpass
wurde die Straße zur Piste und wir fürchteten um
die Reifen. Außer den vielen Fahrrädern und Mopeds
waren hauptsächlich LKW und Busse unterwegs. Diese waren
voll besetzt und hatten Dachgepäckträger, die ebenfalls
abenteuerlich meterhoch mit Kisten, Säcken, Fahrrädern
und Mopeds beladen waren. Einmal schaute auf einem Bus sogar
ein großer Betonmischer unter dem übrigen Gepäck
hervor. Geflügel und Schweine in Körben und Kisten
reisten ebenfalls auf den Busdächern. Transport scheint
hier ein großes Thema zu sein. Immer wieder überquerten
wir Eisenbahn - Schienen oder sie verliefen parallel zur Straße.
Die Eisenbahnanlagen machten einen recht gepflegten Eindruck.
Da auf unserer Karte nur die größeren Orte verzeichnet
waren und viele Orte auch kein Ortsschild hatten, wussten
wir weite Strecken nicht, wo wir uns gerade befanden. Nach
einem kurzen Stopp in einem Restaurant, in dem wir lieber
nur eine lauwarme Sprite tranken - unser Fahrer hatte sich
allerdings mit einem Essen gestärkt - ging es weiter
und weiter
Nach 13 Stunden fast ununterbrochener Fahrt erreichten wir
die alte Hafenstadt Hoi An (ehemals Hai Pho), wo wir übernachten
wollten. Unser Fahrer war wahrscheinlich erleichterter als
wir. Da sich das erste Hotel, was wir sahen, als sehr schön
und preiswert erwies ("Vinh Hung", ein umgebautes
altes chinesisches Handelshaus, nahe bei der denkmalgeschützten
Altstadt), waren wir für heute erstmal angekommen. Es
war hier offensichtlich sehr ungewöhnlich, dass Touristen
mit einem privat gemieteten PKW reisen, denn alle verfügbaren
Hotel - Mitarbeiter mussten erstmal uns, das Auto und den
Fahrer begucken.
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