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Reiseberichte und Reisetagebuch aus Ländern Südostasiens
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REISEBERICHTE
 
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Unsere Empfehlung zu diesem Thema:
 
Reisebericht VIETNAM 2003 Seite 2/9
 
Tag 2 «   »
 
Den großen Pool vom "Palmira Resort" hatten wir oft für uns alleine.
Den großen Pool vom "Palmira Resort" hatten wir oft für uns alleine.

Verschlafen und vom Jetlag verplant, mussten wir uns beeilen, noch Frühstück zu bekommen. Das Hotel konnte sich auch bei Tage sehen lassen. Wunderschön und gepflegt lag es direkt am Strand und die Angestellten waren sehr freundlich und umsichtig. Auch an der Rezeption, an der leidlich Englisch gesprochen wurde, hatten wir Überzeugungsarbeit zu leisten, um unseren Hotel-Voucher loszuwerden. Solche Sachen sind im Sozialismus irgendwie nicht so wichtig. Die Aufbewahrung der Wertsachen war auch vorsintflutlich, denn jede Brieftasche musste in ein Kuvert verpackt und mit unzähligen Lagen Klebeband und mehreren Unterschriften versiegelt werden. Für meine Videoausrüstung galt das auch und ich sah schwarz, mal eben einen kurzen Take zu drehen und das Gerät anschließend wieder wie eine Mumie einwickeln zu lassen. Die "Mädchen" an der Rezeption hatten damit kein Problem, sie verfügten über ein übergroßes Geduldspotential.

 
Tag 3
 
Diese Fischerboote sind schwerer als gedacht.
Diese Fischerboote sind schwerer als gedacht.
Diese Nachbarschaft gibt dem Badestrand ein besonderes Ambiente.
Diese Nachbarschaft gibt dem Badestrand ein besonderes Ambiente.

Der Strand vor dem Hotel wurde an beiden Seiten von Fischerhütten und Fischerbooten flankiert. Bei Kaiserwetter waren die kleinen geflochtenen Fischerboote, die wie Brotkörbchen aussehen, fast alle hinausgefahren. Mittags hatten sie große Mühe, durch die stärker gewordene Brandung wieder ans Ufer zu gelangen. Aber sie waren da sehr geschickt.

Mehrere Stromausfälle an diesem Tag waren offensichtlich unserer Klimaanlage nicht bekommen. Der Mechaniker kam sofort, aber jedes Mal, wenn er das Zimmer verließ, ging sie wieder aus. Er hatte fünf (!) Versuche und der letzte war erfolgreich.

 
Tag 4
 

Bisher hatte sich kein Reiseleiter, der ja bei einer Pauschalreise irgendwie dazugehört, gemeldet und im Hotel gab es weder eine Tafel noch eine Mappe. Auch an der Rezeption konnte man uns nicht weiterhelfen. Nun hatten wir aber einiges vor, denn für einen reinen Strandurlaub ist dieses Land einfach zu schön und zu interessant.

Direkt vor dem Hotel, das an einer stark befahrenen, schlechten Straße lag, begann das pure Asien: Abwassergräben auf beiden Straßenseiten und kein Gehweg. Also musste man bei jedem Auto oder sich in Dreierreihe überholenden Mopeds fast in den Graben springen und eine sehr dunkle, sehr große Sonnenbrille aufsetzen, um den herumliegenden reichlichen Abfall jeder Art nicht so genau betrachten zu müssen. Die nächste Kleinstadt war ca. 10 km entfernt und eine Art öffentliche Verkehrsmittel konnten wir nicht entdecken. Die zahlreichen Mitfahrangebote auf einem Moped mussten wir leider angesichts der abenteuerlichen Fahrkünste ablehnen.

Also bestellten wir auf Anraten der Rezeption ein Taxi, welches uns ca. einen Kilometer zu einem der zahlreichen "Restaurants" (einige Plastikmöbel, warme Cola und Kokosnüsse) brachte, wo auch ein Reisebüro sein sollte. Außer einigen stark verwitterten Fotos an der Wand konnten wir dafür keine Anzeichen entdecken. Das Reisebüro war unbesetzt, man telefonierte. Ich sprach mit einem Herren englisch - er wollte in 10 Minuten ins Hotel kommen.

Nach ca. einer Stunde kam ein junges Mädchen. Sie sprach kaum Englisch, aber wir wurden handelseinig: 2 Tage Mekong-Delta, Zwischenübernachtungen in Saigon. Bezüglich der Daten hatte ich so meine Bedenken, aber man verstand mich nicht.

Frühmorgens hatte ich den beiden Zimmermädchen, die im "Blaumann" und mit Mundschutz arbeiteten, (vielleicht immer noch wegen SARS?), je einen Dollar und einen Lippenstift geschenkt. Sie waren sehr bescheiden, aber sie konnten ihre Freude nicht verbergen. Ob Trinkgelder hier unüblich sind? Oder müssen sie abgegeben werden? Keine Ahnung, und einen Reiseleiter konnten wir nicht fragen.