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Bisher hatte sich kein Reiseleiter, der ja bei einer Pauschalreise
irgendwie dazugehört, gemeldet und im Hotel gab es weder
eine Tafel noch eine Mappe. Auch an der Rezeption konnte man
uns nicht weiterhelfen. Nun hatten wir aber einiges vor, denn
für einen reinen Strandurlaub ist dieses Land einfach
zu schön und zu interessant.
Direkt vor dem Hotel, das an einer stark befahrenen, schlechten
Straße lag, begann das pure Asien: Abwassergräben
auf beiden Straßenseiten und kein Gehweg. Also musste
man bei jedem Auto oder sich in Dreierreihe überholenden
Mopeds fast in den Graben springen und eine sehr dunkle, sehr
große Sonnenbrille aufsetzen, um den herumliegenden
reichlichen Abfall jeder Art nicht so genau betrachten zu
müssen. Die nächste Kleinstadt war ca. 10 km entfernt
und eine Art öffentliche Verkehrsmittel konnten wir nicht
entdecken. Die zahlreichen Mitfahrangebote auf einem Moped
mussten wir leider angesichts der abenteuerlichen Fahrkünste
ablehnen.
Also bestellten wir auf Anraten der Rezeption ein Taxi, welches
uns ca. einen Kilometer zu einem der zahlreichen "Restaurants"
(einige Plastikmöbel, warme Cola und Kokosnüsse)
brachte, wo auch ein Reisebüro sein sollte. Außer
einigen stark verwitterten Fotos an der Wand konnten wir dafür
keine Anzeichen entdecken. Das Reisebüro war unbesetzt,
man telefonierte. Ich sprach mit einem Herren englisch - er
wollte in 10 Minuten ins Hotel kommen.
Nach ca. einer Stunde kam ein junges Mädchen. Sie sprach
kaum Englisch, aber wir wurden handelseinig: 2 Tage Mekong-Delta,
Zwischenübernachtungen in Saigon. Bezüglich der
Daten hatte ich so meine Bedenken, aber man verstand mich
nicht.
Frühmorgens hatte ich den beiden Zimmermädchen,
die im "Blaumann" und mit Mundschutz arbeiteten,
(vielleicht immer noch wegen SARS?), je einen Dollar und einen
Lippenstift geschenkt. Sie waren sehr bescheiden, aber sie
konnten ihre Freude nicht verbergen. Ob Trinkgelder hier unüblich
sind? Oder müssen sie abgegeben werden? Keine Ahnung,
und einen Reiseleiter konnten wir nicht fragen.
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