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Angesichts der langen Schlange am Thai Airways - Schalter
schwanden alle Hoffnungen auf einen guten Platz im Flieger.
Auch als wir endlich dran waren, wurde meine Bitte nach Beinfreiheit
abschlägig beschieden. Freundlicher wurde die Dame, als
sie sah, dass wir von Bangkok nach Saigon weiterfliegen würden.
Die Freude war groß, als wir unsere Plätze sahen:
neben der Pantry und vor uns zwei Meter Platz!!! - Thai Airways
hatte offensichtlich ein schlechtes Gewissen bezüglich
der 12 Stunden Aufenthalt in Bangkok.
Wie immer schaukelte das Flugzeug zu den Mahlzeiten gewaltig,
ansonsten war es ein sehr ruhiger Flug mit exzellentem Service.
In Bangkok erwartete uns gleich eine Mitarbeiterin der Fluggesellschaft
mit einer Reihe von Gutscheinen für Taxi-Transfer, Mahlzeiten
und das Zimmer im Flughafen-Hotel. Etwas Nerven kostete das
Überreden des Taxifahrers, den kurzen Weg zum Hotel mit
uns zwei Personen allein anzutreten, aber wir waren sehr müde
und die Aussicht auf eine Dusche und ein Bett ließ uns
- entgegen der Landessitten - etwas ungeduldig werden. Die
uns von früheren Aufenthalten bereits bekannte feuchtheiße
Luft dieser tropischen Großstadt ist immer wieder gewöhnungsbedürftig.
Das Flughafenhotel wäre nicht unser Traumhotel für
den Urlaub, aber nach der langen Reise (Berlin - Frankfurt
mit dem Zug, dann der ca. 11-stündige Flug) bot es kaltes
Wasser aus dem Kühlschrank, ein sauberes Bad, gute Betten
und ein reichhaltiges Frühstück.
Die Abholung zum Weiterflug am Nachmittag klappte sehr gut,
aber was wir nicht wussten war die Tatsache, dass wir faktisch
nach Thailand eingereist waren und nun Flughafen-gebühren
bezahlen mussten - also Stress: Geld tauschen (Bezahlung nur
in Baht möglich) und den getauschten Überschuss
im Flughafen für Kinkerlitzchen ausgeben. Doch der Stress
war damit noch nicht vorbei, denn im Abflugraum waren endlose
Formulare für die Einreise nach Vietnam auszufüllen.
Für Reisende ohne ausreichende Englischkenntnisse wäre
das trotz Pauschalreise unmöglich.
Nach knapp zwei Stunden Flug landeten wir in Saigon - der
Stadt, die wir erst kürzlich wieder durch die Lektüre
des Buches "Der stille Amerikaner" versucht hatten,
kennen zu lernen. Offiziell heißt sie "Hoh-Chi-Minh-City"
und viele Vietnamesen achten auf die korrekte Bezeichnung.
Das Geduldsspiel an der Passkontrolle begann
und dauerte
ca. 90 Minuten, in denen wir den Pass `zig mal zeigen mussten.
Fast als letzte Passagiere erreichten wir das Gepäckband
und - oh Wunder - unsere beiden Taschen und unser Sonnenschirm
standen einsam und vollständig neben dem Band!
In der Halle (es war nach 21:00 Uhr) erwartete uns wirklich
jemand mit unserem Namensschild, um uns in unser Hotel an
die Küste zu bringen. Leider sprach der Fahrer weder
Englisch, Französisch, Russisch oder Deutsch und er wollte
auch weder unseren Transfer-Voucher sehen noch haben. Ein
Abenteuer begann
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