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Reiseberichte und Reisetagebuch aus Ländern Südostasiens
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Unsere Empfehlung zu diesem Thema:
 
Reisebericht MALAYSIA 2005 Seite 9/10
 
Cultural Village «   »
Show und Wirklichkeit (Tag 13 & 14)
 
 
 
 
 

Vom Muskelkater geplagt hatten wir einen geruhsamen Shopping-Samstag in Kuching. Da das Hotel am Wochenende sehr voll war und auch das Wetter eher durchwachsen, besuchten wir am Sonntag das nahe gelegene Cultural Village, das lebende Museum.

Um einen kleinen See herum sind authentische Häuser der ethnischen Hauptgruppen Sarawaks erbaut, die auch bewohnt sind. So lernten wir unter anderem ein chinesisches Farmhaus und ein malaiisches Stadthaus kennen. In den Häusern wurden traditionelle Handarbeiten, Sagogewinnung und die Handhabung von Musikinstrumenten demonstriert. Auch die bereits beschriebenen Langhäuser der Iban, hier allerdings touristisch etwas aufgewertet, fanden wir vor.

In einem eigens eingerichteten Theater fand eine Show mit traditionellen Tänzen in farbenfrohen Kostümen statt, die einen Einblick in die Kultur Sarawaks gewährte. Eine gelungene Sache!

Gegen Abend wurden wir in unserem Hotel für die gebuchte Abend-Bootsafari abgeholt. Pünktlich begann es bei der Abfahrt zu regnen.Wir sahen Irrawaddy-Delphine und die rot leuchtenden Augen der Krokodile in der Dunkelheit. Obwohl wir Regencapes hatten, waren wir durchnässt und durchgefroren, als wir ins Hotel zurück kamen. Eine heiße Dusche und eine heiße Brühe aus deutscher Brühpaste sind auch in tropischen Gegenden manchmal eine Wohltat.

 
Matang
Sind die halbwilden Orang Utans gefährlich? (Tag 15 & 16)
 
 
 
 

Nach einem durch regnerisches Wetter bedingten Shoppingtag in Kuching fürchtete ich um unsere Transportkapazität im Flugzeug. Die vielen Angebote der gepflegten Einkaufstempel und der kleinen chinesischen Geschäfte waren für uns sehr günstig, z. B. Schuhe und Textilien. Da es hauptsächlich feste Preise gab und sich die Verkäufer auch in vornehmer Zurückhaltung übten, machte das Einkaufen wirklich Freude.
Am nächsten Tag stand das Matang Wildlife Centre auf unserem Programm. Immerhin hatten wir noch keine Nashornvögel, das Wahrzeichen Sarawaks, gesehen. Wir freuten uns, dass unser schon bekannter Fahrer Milton wieder mit von der Partie war. So konnten wir doch auf einen neuen Biervorrat hoffen. Außer Milton stand uns noch ein weiblicher Guide zur Seite und im Wildlife Centre auch noch zusätzlich ein Ranger mit Sprechfunkgerät. So beschäftigten sich immerhin drei Menschen mit uns beiden. Wir erfuhren dann auch, warum. Offensichtlich hatte einige Tage zuvor ein Orang Utan eine Touristin gebissen, aber wer weiß, was die auch leichtsinnigerweise angestellt hatte. In Gehegen, die in die Landschaft eingepasst waren, lebten Krokodile, Stachelschweine, kleine Bären und verschiedene Vögel. Auch die Nashornvögel, die in der freien Natur nur noch sehr selten vorkommen, beeindruckten uns mit ihren farbenfrohen Schnäbeln. Die kranke Orang Utan-Dame Doris, die in einem Freigehege auf ihre Auswilderung wartete, lieferte eine perfekte Show aus menschlichen Grimassen und Turnübungen, als wollte sie sagen: "Was starren mich diese weißen Affen so an?"
Total durchgeschwitzt und von Mücken zerstochen traten wir die Heimfahrt an. An einem chinesischen Einkaufszentrum hielt Milton zwecks Bierbeschaffung an. Es gab nur "Tiger-Beer", aber das ist auch ganz gut.