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Reiseberichte und Reisetagebuch aus Ländern Südostasiens
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Unsere Empfehlung zu diesem Thema:
 
Reisebericht MALAYSIA 2005 Seite 7/10
 
Robinson-Feeling auf Satang Island (Tag 11) «   »

 

 
 
 
 

Dann ging es mit voller Kraft hinaus auf das offene Meer (Mützen festhalten!). Auf der etwa 45 Minuten dauernden Fahrt passierten wir eine kleine Felseninsel, auf der große Schwärme von Seevögeln nisteten.

Satang Island ist eine richtige Robinson-Insel mit einem breiten Sandstrand auf der einen Seite und felsigen Steilufern mit Höhlen und Grotten auf der anderen. Im Inselinneren stehen bewaldete Hügel und Kokospalmen. An diesem Strand legen zahlreiche Wasserschildkröten ihre Eier ab. Die Gelege werden durch Schutzgitter gekennzeichnet. Wir sahen zwar keine Schildkröte, aber zahlreich Spuren, die wie Abdrücke von riesigen Traktorreifen aussehen.

Der Strand bekam durch angeschwemmte Bäume und Kokosnüsse einen etwas wilden, aber natürlichen Charakter. Ärgerlicherweise fanden wir auch einigen Zivilisationsmüll, den vorherige Besucher zurück gelassen hatten. Obwohl die Insel zum Baden und Spazierengehen einlud, vermieste uns eine große Population der heimtückisch stechenden Sandfliegen den Aufenthalt. Nur das Eintauchen des gesamten Körpers bis zur Oberkante Unterkiefer bot einigen Schutz. Unser Insektenmittel (Autan) schien ihnen besonders gut zu schmecken. So flüchteten wir nach einer Stunde auf das Boot, um auf die andere Inselseite zum Schnorcheln zu fahren.

Auf der sehr rasanten Rückfahrt über das Meer konnten wir unser Hotel von der Meerseite aus sehen. Es schmiegt sich unauffällig und harmonisch in die beeindruckende Landschaft. Das weiter vorne entstehende Doppel-Hochhaus einer anderen Hotelkette war in unseren Augen ein Fremdkörper und Ärgernis, da sein Anblick die wunderschöne Landschaft total verunstaltete.

 
Der Bako-Nationalpark
- Hilfe, die Kamera funktioniert nicht mehr! (Tag 12) -
 

Auf der Fahrt zum Bako-Nationalpark streikte meine Video-Kamera. Nachts hatte es geregnet und die Luftfeuchtigkeit muss fast 100% betragen haben, denn wir hatten auch einige Atemnot. Nach ca. 90 Minuten Fahrt mit dem Van erreichten wir die Bootsanlegestelle. Auf dem Wasser ließ sich meine Videokamera nicht starten, obwohl ich im Hotel den Akku geladen und eine neue Kassette eingelegt hatte. Sie signalisierte mir zu hohe Feuchtigkeit. Das war mir auf sämtlichen Tropenreisen weltweit noch nie passiert.
Das ließ sich ja gut an, wollten wir doch heute die berühmten, aber sehr scheuen Nasenaffen in freier Wildbahn treffen.

 
 

Nach ca. 30 Minuten Fahrt erreichten wir den Ausgangspunkt für unser Dschungel-Abenteuer. Außer einem jungen Guide gehörten noch ein australisches Ehepaar mittleren Alters, Peter und Wendy, zu unserer Gruppe sowie Donna, die wir schon von unserem Ausflug nach Satang Island kannten. Inzwischen brannte die Sonne drückend heiß und am Anlegesteg erwartete uns eine Gruppe Langschwanz-Makaken, die ich aber leider nicht filmen konnte. In einem Baum zeigte man uns eine grün-gelbe Schlange, die sehr giftig sein sollte. So motiviert folgten wir dem Guide auf einem zunächst bequemen Weg über Holzplanken, bis dieser in einen steil bergauf führenden Pfad mit Wurzeln, Steinen und Lianen zwischen dicken Bäumen überging. Der Guide bewegte sich flink wie ein kleiner Affe und legte ein gehöriges Tempo vor.