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Reiseberichte und Reisetagebuch aus Ländern Südostasiens
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REISEBERICHTE
 
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Unsere Empfehlung zu diesem Thema:
 
Reisebericht MALAYSIA 2005 Seite 6/10
 
Semengok
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Lästige Sandfliegen und halbwilde Orang Utans (Tag 10)
 

Für den Nachmittag hatten wir uns einen Ausflug nach Semengok vorgenommen. Das ist ein Wildreservat, in dem Orang Utans in freier Wildbahn leben, aber zu bestimmten Zeiten gefüttert werden. Vormittags gingen wir zum Strand, wo die hungrigen Sandfliegen schon auf mich und die wenigen, noch nicht mit Stichen übersähten Hautpartien warteten. Das Tückische an diesen Insektenstichen ist, dass sie zunächst unbemerkt bleiben und erst nach ein bis zwei Tagen elend zu jucken beginnen. Sie sind aber nicht gefährlich.

Milton, der Fahrer, der uns schon zum Lemanak - River gebracht hatte, wartete schon auf uns. Pünktlich zur Abfahrt nach Semengok begann es zu regnen. Dieses Wildreservat liegt etwas außerhalb von Kuching direkt im Dschungel. Ein Wildhüter mit einem Korb Obst begleitete die aus ca. 20 Personen aller Nationen bestehende Besuchergruppe. Da es immer noch tröpfelte, wurde der düstere Regenwald seinem Namen gerecht.

 

An einem Futterplatz stieß der Wildhüter schrille Rufe aus und nach einigen Augenblicken bewegten sich die Baumwipfel und ein großes schwangeres Weibchen begann ausführlich zu essen. Nach einiger Zeit kam ein Orang Utan - Kind hinzu. Dieses verschwand nach kurzer Zeit mit etwas Obst wieder, aber nicht ohne vorher noch einige Turnübungen an einer Liane vorzuführen. Das schwangere Weibchen hatte viel Appetit und nahm sich auch viel Zeit, bis es schwerfällig in den hohen Baumwipfeln verschwand. Das Regenwetter hatte die meisten der hier lebenden 22 Orang Utans abgeschreckt, aber schon diese beiden Tiere so nah zu sehen, war ein großes Erlebnis.

 
Wo bekommt man Bier?
 

Auf dem Rückweg fragte Milton, ob wir noch eine Töpferei besichtigen wollten. Angesichts unseres begrenzten Gepäcklimits bei der Heimreise wollten wir das nicht. Als er aber noch fragte, ob wir etwas aus einem Supermarkt brauchten, fielen uns spontan einige Büchsen Bier ein, denn im Restaurant war das Bier schlecht und teuer. Auch im Supermarkt in Kuching waren die Preise sehr hoch und man hatte dann die Schlepperei. Milton hielt ein einem riesigen chinesischen Supermarkt am Stadtrand, wo wir für einen Bruchteil der sonstigen Preise eine ganze Kiste Heineken - Bier erstanden. Um nicht all zu negativ im Hotel aufzufallen, hüllten wir die Kiste in eins unserer Regencapes, als wir die Halle passierten, denn die Staatsreligion ist ja hier der Islam.

 
Satang Island
Gibt es noch Piraten? (Tag 11)
 
 

Satang Island ist eine der vorgelagerten Inseln, die auch vom Hotelstrand zu sehen ist. Ein Jeep holte uns vom Hotel ab und brachte uns zum Bootsclub, wo wir zusammen mit einer Australierin, einem Guide und dem Skipper aufbrachen. Angenehm war, dass wir wieder eine fast individuelle Tour vor uns hatten. Auf dem Sarawak-River, einem sehr breiten Fluss mit von Mangroven gesäumten Ufern, fuhren wir in den freundlichen sonnigen Tag hinein. Unterwegs sahen wir am Ufer festgemachte, von der malaiischen Marine aufgebrachte Piratenschiffe unterschiedlicher Nationalitäten. Nach einem Neuanstrich sollten sie verkauft werden, aber es fand sich kein Interessent, da ein "Fluch" auf ihnen liege. Sie sollen später im Meer versenkt werden, um neue Korallenriffe zu bilden.