|
Dieser Ausflug in den Regenwald Borneos zu den Naturschönheiten
und zu den Ureinwohnern sollte zu jedem Reisevorhaben nach
Sarawak gehören. Bei uns hatte es nachts erstmal geregnet
und es regnete auch bei der Abholung noch. Milton, unser Fahrer,
machte einen sehr intelligenten Eindruck. In Kuching nahmen
wir noch zwei holländische Touristen auf. Es beruhigte
uns, dass nicht mehr Leute an diesem Ausflug teilnahmen, denn
so konnten wir uns in dem Van richtig ausbreiten.
Beim ersten Stopp, einem chinesischen Markt, fanden wir ein
riesiges Einkaufsparadies für Textilien und Lederwaren
vor. Angesichts unserer nur begrenzt tauschbaren Barschaft
kauften wir nur Kleinigkeiten und noch einige Riesenpackungen
Kekse für die Iban. Zwei Stunden später hielten
wir zum "Lunch" an einer Raststätte. Das holländische
Ehepaar erwies sich als recht arrogant, aber wir ließen
uns das chinesische Essen (Reis, Hühnchen und Gemüse)
schmecken. Hier, nahe beim Erzeuger (wir waren an vielen Pfefferplantagen
vorbeigefahren) kauften wir erstmal reichlich weißen
und schwarzen Pfeffer. Nach nochmals zwei Stunden Fahrt in
Richtung der indonesischen Grenze hörte die Straße
auf. Wir kletterten eine Uferböschung hinunter, wo schon
Einheimische mit ihren Langbooten warteten. Das Anlegen der
Rettungswesten war bei dieser Hitze sehr lästig und unserer
Meinung nach auch nicht nötig, da das Wasser sehr flach
war, aber die Reiseagentur war offensichtlich sehr auf Sicherheit
bedacht.
Die mal wilde und mal langsame Fahrt (abhängig von der
Wassertiefe) führte durch undurchdringlichen Urwald.
Teilweise blockierten umgestürzte Baumriesen den Fluss,
so dass sich durch Schwemmsand Untiefen gebildet hatten. Lianen
hingen herunter und die Geräusche der tropischen Wälder
wurde nur durch wenige motorisierte Boote unterbrochen. Nach
jeder Biegung des Flusses bot sich ein anderes, wunderschönes
Bild. Allerdings kam spätestens jetzt auch das Moskito
- Spray, was wir uns in Kuching besorgt hatten, zum Einsatz.
|